Manuelle Therapie von Triggerpunkten

Die systematische manuelle Triggerpunkt-Therapie, wie wir sie unterrichten, wurde in den frühen achtziger Jahren von Dr. med. Beat Dejung zusammen mit einem Team von Physiotherapeuten entwickelt. Wir unterscheiden zwischen Triggerpunkt-Techniken, welche direkt auf den Triggerpunkt und den Hartspannstrang zielen, sowie Release-Techniken, die grossflächig und unabhängig von der Lokalisation der Triggerpunkte auf den ganzen Muskel und deren Faszien einwirken. Die einzelnen Techniken werden aus didaktischen Gründen numeriert in Technik I bis Technik IV.

Triggerpunkt-Techniken

Technik I - Triggerpunkt-Kompression
Technik II - Manuelle Dehnung des Hartspannstranges

Release-Techniken

Technik III - Faszien-Dehnung
Technik IV - Intermuskuläre Mobilisation

Die Triggerpunkt-Techniken und die intermuskuläre Mobilisation werden mit starkem manuellem Druck ausgeführt. Die Triggerpunkt-Therapie ist deshalb schmerzhaft. Dabei gilt jedoch der Grundsatz, dass der Behandlungsschmerz für den Patienten tolerabel bleiben muss und wenn möglich als  «Wohlschmerz» empfunden werden soll. Je präziser der MTrP behandelt wird, desto weniger Druck muss appliziert werden. Relevante Kontraindikationen sind auszuschliessen und PatientInnen sollen über mögliche Behandlungsreaktionen informiert sein. Die Triggerpunkt-Kompression kann mit simultaner Längenveränderung (jedweder Form) des behandelten Muskels kombiniert werden, um den Effekt zu optimieren. Die Technik III soll so ausgeführt werden, dass sie nicht schmerzhaft ist.

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